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Dienstag, 5. Mai 2026

Russischer Name meines Gedankens - Imja mojei mysli

In der Nacht zu träumen, das ist am Tag schnell vergessen. Merkwürdig kam es mir, das heute Nacht mein Vater als dunkle Gestalt zu uns ins Schlafzimmer kam und in unserem Bett sich hinlegen wollte. Es ginge ihm schlecht und er suchte wohl mich. Weiter zog sich die Sache nicht hin und ich schlief weiter. 
Am späten Nachmittag verbringe ich gern meine Zeit mit Lektüre. Das Thema "Söhne und Väter" ist mein neuestes. 
Iwan Turgenjew stellt dien Generationskonflikt in den Mittelpunkt seines Romans.
Der Protagonist seiner Handlungen findet sich real in meinem Leben wieder.
Bazaroff als Nihilist ignoriert menschliche Gefühle, obwohl er selbst für eine Frau eine große Leidenschaft empfindet, für die er  sich selber hasst. 
Das kann ich gut verstehen. So habe ich viele Möglichkeiten in jungen Jahren nicht wahrgenommen.
Was junge Leute gern sehen, das ist dass die Eltern ihnen oft im veralteten Denken verhaftet erscheinen.
Dabei ist Ähnlichkeiten kaum zu übersehen ist, spätestens dann, wenn man selbst alt wird. 
Mein Vater war ein einfacher, aber rational gepolt. Er sagte, was er empfand, zuhause spielte er den harten Mann. Durchsetzung war ihm wichtiger als Empathie.
Vieles finde ich in mir wieder. In der  russischen Literatur des russischen Reiches finde ich viele mir entsprechende Gedanken, die ich im Verlauf meines bisherigen Lebens selbst gedacht habe.

Hier einiige der Zitate aus dem Buch von Iwan Turgenjew "Väter und Söhne" (alle  des Protagonisten Eugen Bazaroff):

"... und zweitens muß ich Ihnen sagen, daß ichs durchaus nicht für notwendig halte, jedes Individuum besonders kennen zu lernen. Alle Menschen gleichen sich, ebenso dem Leib als der Seele nach; jeder von uns hat ein Gehirn, ein Herz, eine Milz, Lungen, alles gleich gebaut. Die Eigenschaften, welche man ›moralische‹ nennt, sind ebenfalls identisch bei allen Menschen; sie zeigen nur unbedeutende Unterschiede. Ein einziges Menschenexemplar genügt, um alle andern zu beurteilen. Die Menschen sind wie die Birken des Waldes; keinem Botaniker wird es einfallen, jedes Muster besonders zu studieren."
Im Großen und Ganzen stimme ich da zu. Allerdings spielen neben den Genen die Lebensumstände eines jeden Menschen eine große Rolle. Die sind sicherlich im 
Zarenreich etwas weniger prägend wie heutzutage.

"Erscheinung der menschlichen Dummheit hat manchmal ihr Gutes in dieser Welt; sie lockert allzu straff gespannte Saiten und beruhigt allzu stolze und eitle Gefühle, indem sie uns erinnert, daß Dummheit und Geist einen gemeinsamen Ursprung und fast etwas von Ähnlichkeit haben."

Tatsächlich: dumme Äußerungen bringen einen oft zum Lachen.

„Es ist besser, Steine auf dem Pflaster zu klopfen, als zuzulassen, dass eine Frau auch nur die Spitze deines Fingers in Besitz nimmt.“

Wenn es mich nicht stören würde, müsste ich dem zustimmen wie viele verheiratete Männer. Da der Mann sich meist fortpflanzen will und zumindest auch eine gewisse Gier nach der Frau zeitweise empfindet, kann man also nicht unbedingt zustimmen. 

"Der Platz, den ich einnehme, ist so unendlich klein im Vergleich zu dem übrigen Raum, wo ich nicht bin und wo man sich aus mir nichts macht, und die Zeit, die mir zu leben vergönnt sein wird, ist so kurz neben der Ewigkeit, in der ich nicht war und in der ich nie sein werde.. und doch in diesem Atom, in diesem mathematischen Punkt kreist das Blut, arbeitet das Gehirn und will auch etwas … Welcher Unsinn! Welche Albernheit!"

Stimmt zwar, aber man sollte alles, was außerhalb des eigenen Lebens existiert, nicht beachten. Beispiel: wenn der Tod kommt, bin ich nicht da.

"Der Mensch hängt an einem Fädchen, jeden Augenblick kann sich ein Abgrund unter seinen Füßen öffnen, und an dieser traurigen Aussicht hat er nicht genug, er ersinnt noch Gott weiß welche Dummheiten, die sein Leben noch elender 
macht."

Da denke ich an unsere deutsche Politik und die deutschen Medien, die ständig Dummheiten aus posaunen. Leider machen sie in erster Linie das Leben vieler Menschen elender.







Freitag, 7. November 2025

Das Leben der anderen oder Irène

"Es gibt Leute, die das Leben der anderen erzählen. Oder das Ihrige. An welchem Ende fangen die denn an? Schließlich schreiben sie irgend etwas zusammen. Sie haben von dem Leben der anderen verstanden, was sie fähig wären, zu verstehen."

Louis Aragon heißt der Mann, der das 1927 schrieb. Das Buch begann mit sehr vielen Albträumen. Der Protagonist des Buches, er nannte seinen Namen nicht, hatte geschäftlich wohl Pech und wurde zur Verwandtschaft nach Ostfrankreich geschickt. Dort in einer kleinen Stadt mit C. langweilte er sich so sehr, dass er in einem Bordell seine Zeit verbrachte. Später wanderte er durch das Land und fand Unterkunft in einem Bauernhof. Im vorletzten Kapital dann beschrieb er später, wie er das Leben dort empfand. 
Es geht um Wesentlichen um eine Frau namens Irène. Die braunhaarige Tochter 
des Hauses, die mit den Landarbeitern des Hofs ein vielseitiges Sexleben führte, 
lebte in einer ambivalenten Beziehung zu ihrer lesbischen Mutter. Dem an Syphilis in jungen Jahren erkrankte und gelähmte Vater blieb nur noch eine Zuschauerrolle.
Obwohl der Protagonist nur eine kurze Episode im Leben der Irène
war, sein Eindruck ihrer herrschenhaft
ausgelebten sexuellen Neigungen hinterließ einen großen Eindruck.

Verfasser:
Louis Aragon, geboren als Louis-Marie Andrieux in Paris.

Ein entscheidendes Zitat:

"Aber Irene hört nicht auf diesem Ohr. Sie stößt mit den Lenden, wie man Schreie ausstößt. Sie dreht ihr Becken und ihren Bauch im Kreise herum, sie wölbt sich empor, ihre Schenkel öffnen sich und schmiegen sich nun um das Glied des unbeweglichen Mannes."

Montag, 28. April 2025

Essenz

Texte von Charles Baudelaire - aus: Der Fremdling, Søren Aabye Kierkegaard - aus: Alles oder Nichts, Albert Camus - aus: Der Mythos des Sisyphos und Jean Paul Sartre aus: Das Sein und das Nichts.

Freitag, 31. Januar 2025

Brandmauer

Ich nahm zur Kenntnis, dass ich ein 
Leugner, ein Grinser, ein Egoist
und eine Lusche, sozusagen
eine Null bzw. ein Versager bin. 
Mich freut es, denn niemand will
noch etwas von mir. Meine Hunde 
stehen mir ohnehin viel näher als die
menschliche Gesellschaft der heutigen
Zeit.

Die folgenden Zitate aus 
Thomas Mann, "Der Zauberberg" haben 
mich berührt,
weil meine Situation dazu passt 
und deshalb stimme ich den
Inhalten
komplett zu. 

Phlegmatisch und energisch! 
Gut, aber was heißt das? 
Das heißt hart, kalt. 
Und was heißt hart und kalt?  
Das heißt grausam. 
Es ist eine grausame Luft da unten,
unerbittlich. Wenn man so liegt
und es von weitem sieht,
kann es einem davor grauen."

Diese Zitat hat er dem Patienten
(Protagonist) 
Hans Casdorp in den Mund gelegt,
der in Davos bettlägerig im Bett 
sinnierte.
An Hamburg denkend, brachte er zur
Sprache,
was er nun aus der Entfernung von der 
dortigen Gesellschaft hielt.

Und in Gestalt des Protagonisten 
Settembrini gibt 
Thomas Mann diese Weisheit von sich.

"Der Tod ist ehrwürdig als Wiege des
Lebens, 
als Mutterschoß der Erneuerung. 
Vom Leben getrennt gesehen, 
wird er zum Gespenst."
Da bin ich komplett bei Thomas Mann.

Um zur politischen Situation in Deutschland 
zu kommen, die durch diese Brandmauer in
den Köpfen der Pseudodemokraten gekenn-
zeichnet ist, folgt hier ein weiteres
Zitat aus den Zauberberg. Der Protagonist
ist beschrieben ein als Jesuit namens 
Naphta.

"Das christliche Mittelalter hat den
immanenten Kapitalismus des weltlichen
Staates klar erkannt. ›Das Geld wird Kaiser
sein‹, – das ist eine Prophezeiung aus 
dem elften Jahrhundert."

Unser Industrieland jagt
in erster Linie dem Geld nach.
Moralische Werte zählen nur auf dem
Papier. Gerade der politische Gegner
ist ein Feind. Die so oft ausgerufene
"Brandmauer" ist ein Konstrukt zur 
Beseitigung der Existenz unliebsamer 
politischen Parteien. Der Blick war
früher der bürgerlichen Mitte
nach links gerichtet. Mittlerweile werden die
Schergen linker Ideologien (Antifa und
grüne/linke Gruppen) gern als Bollwerk 
"gegen rechts" genutzt. Eine national-
konservative" und demokratisch gewählte
Partei wird gern unwissend als Nazipartei
bezeichnet. Das Nationale ist in Deutschland
sowieso seit dem Ende des 2.Weltkriegs 
verpönt. Der Begriff 'Nazi" hat allerdings
einen anderen Hintergrund. Ein Nazi ist
eine einfältige und somit etwas dümmliche
Person. Von dieser Sorte gibt es eine 
übergreifende Menge unseres Volks. 
Historisch tauchte auch z.B.
der Sozi-Nazi auf. Sollte man heute eine 
Brandmauer gegen alle Nazis aufbauen, dann
wären viel mehr Menschen betroffen. 
Die Medien wird der Begriff überproportional 
verwendet.

PS: Wer das Schild "Nazis raus" hoch hält,
der ist allermeist selbst einer.








Mittwoch, 11. Dezember 2024

Wandelbar


Ich nahm zur Kenntnis, dass ich
eine Lusche, sozusagen
Leugner, ein Grinser, ein Egoist
eine Null bzw. ein Versager bin.
Mich freut es, denn niemand will
noch etwas von mir, meine Hunden
ausgeschlossen.

Und die folgenden Zitate aus 
Thomas Mann, "Der Zauberberg" haben 
mich berührt
und deshalb stimme ich den
Inhalten
komplett zu. 

"Phlegmatisch und energisch! 
Gut, aber was heißt das? 
Das heißt hart, kalt. 
Und was heißt hart und kalt?  
Das heißt grausam. 
Es ist eine grausame Luft da unten,
unerbittlich. Wenn man so liegt
und es von weitem sieht,
kann es einem davor grauen."
Dieses Zitat hat Mann dem Patienten
(Protagonist) 
Hans Casdorp in den Mund gelegt,
der in Davos bettlägerig im Bett 
sinnierte.
An Hamburg denkend, brachte er zur
Sprache,
was er nun aus der Entferne von der 
dortigen Gesellschaft hielt.

Und in Gestalt des Protagonisten 
Settembrini gibt 
Thomas Mann diese Weisheit von sich.

"Der Tod ist ehrwürdig als Wiege des
Lebens, 
als Mutterschoß der Erneuerung. 
Vom Leben getrennt gesehen, 
wird er zum Gespenst,.."

Mein Vater erlebte im Dezember 
seinen
letzten Geburtstag 
nicht mehr in seiner Wohnung. 
Er starb wenige Monate
spaeter. 
Meine Mutter starb in der 
Nacht zum ersten
Weihnachtstag bereits noch im 
letzten 
Jahrhundert.
Ehrwürdiger Tod,
das ist an sich kaum nach zu vollziehen.
Gehört aber zum Leben.
Für mich sind meine wichtigsten 
Menschen nicht
mehr da. Andere haben ich nicht
kennen gelernt.
Den Rest der Verwandtschaft ist 
Geschichte.




Montag, 24. Januar 2022

EO IPSO

 Zwei Zitate haben es mir aktuell angetan, die ich aus dem Gesamtwerk von Stefan Zweig entnommen habe. Er beschreibt sein Leben hier autobiographisch. 

"... gerade der Heimatlose wird in einem neuen Sinne frei, und nur der mit nichts mehr Verbundene braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen."

Als Leitmotiv für meinen kaum gelesenen Blog kann das folgende Zitat gelten.

"Alles, was man aus seinem eigenen Leben vergißt, war eigentlich von einem inneren Instinkt längst schon verurteilt gewesen, vergessen zu werden. Nur was ich selber bewahren will, hat ein Anrecht, für andere bewahrt zu werden."

Schreiben als Versuch, den Kampf gegen das eigene Vergessen und das fremde Vergessenwerden aufzunehmen, das ist so etwas wie eine Sisyphus-Arbeit, denn am Ende, mein Vater wusste es schon,
ist doch alles egal. Meine eigene Neigung zum Stoizismus steht jeglichen Anstrengungen oft im Wege.
Lange und stringent durchgehaltene Erzählungen sind daher von mir schriftlich kaum zu erwarten. Dennoch kam mir beim Lesen des zweiten Zitats sofort ein "eo ipso" in den Kopf.

There are two quotes that I am currently interested in, which I have taken from Stefan Zweig's complete works. He describes his life here autobiographically.

"... especially the homeless become free in a new sense, and only those who are no longer connected to anything need no longer consider anything."

The following quote can serve as a leitmotif for my hardly read blog.

"Everything that one forgets from one's own life had long since been condemned by an inner instinct to be forgotten. Only what I want to preserve for myself has the right to be preserved for others."

Writing as an attempt to take up the fight against one's own forgetting and against being forgotten by others is something like a Sisyphean task, because in the end, as my father already knew,
it doesn't matter. My own stoicism often gets in the way of any effort.
Long and stringently maintained stories are therefore hardly to be expected from me in writing. Nevertheless, when I read the second quote, "eo ipso" immediately came to mind.

Samstag, 21. August 2021

Protektorate

 Folgende Zitate stammen aus "Velocity Weapon: Book One of The Protectorate (English Edition)" von Megan E. O'Keefe und erschienen mir bemerkenswert.

"Accidents of geography: setting perfectly ordinary people at one another’s throats since the Stone Age."

"“Being offended by facts is a long human tradition.”

Letzteres Zitat passt gut in unsere jetzige Zeit der Märchen-Pandemie. In dem Buch werden Zukunftsvisionen wahr. Die Entfernung zwischen den Sonnensystemen kann mit der Hilfe von Transfer durch sogenannte Gates bewältigt werden. Die Technologie dafür wird unter Verschluss gehalten. Der Zugang zum Knowledge ist Grund für einen Konflikt zwischen zwei menschlichen Zivilisationen. Die eine hat, die andere nicht. In diesem Rahmen spielen sich die Geschichten der Protagonisten ab, die leider allzu menschlich sind. Aliens kommen in diesem Epos nicht vor, was einem die Vorstellung vieler merkwürdiger Gestalten, die in den Köpfen der Autoren/-innen entstanden, erspart.  

Montag, 3. Mai 2021

Stoa

Zitate aus: Stoizismus 2.0.... 
von Patrick Hohensee

"Stoiker konzentrieren sich auf die veränderbaren Begebenheiten, so wie das eigene Denken und Handeln. Alles, was außerhalb des eigenen Kontrollbereiches liegt, wird hingenommen und akzeptiert." 

" Viel schlimmer als der Tod und unsere Sterblichkeit ist doch der Fakt, dass wir leben, als hätten wir endlos Zeit."

Wenn ich bei meinem Tierarzt einen Termin haben möchte, sagte die Arzthelferin am Telefon meistens "Das ist kein Problem." Ich hätte das auch nicht erwartet und finde die Antwort irgendwie merkwürdig. Kann ich es ändern? Nein, sie wird mir das beim nächsten Mal wieder sagen. 

Noch mehr regen mich Fahrradfahrer/-innen, die den Bürgersteig benutzen, auf. Auch das kann ich nicht ändern. Bleibe ich lieber ruhig und mache mir schöne Gedanken. Aber gendern werde ich nicht.  

Montag, 5. April 2021

Entweder - Oder / Enten - Eller

 "Meine Seele ist der Möglichkeit verlustig gegangen. Sollte ich mir etwas wünschen, so würde ich mir nicht Reichtum noch Macht wünschen, sondern die Leidenschaft der Möglichkeit, das Auge, das überall ewig jung, ewig glühend die Möglichkeit anblickt."

"Was ist Jugend? Ein Traum. Was ist Liebe? Des Traumes Inhalt."

Zwei Zitate aus Søren Kierkegaard - Entweder - Oder

Ein Sammelsurium aus Sprüchen und Gedanken beherrscht die ersten Seiten dieses Buches, dessen Sinn sich mir kaum erschließt. 

Treffend fand ich die beiden obigen Zitate, wobei das erste das Erleben des Alters beschreibt, das zweite eine prägnante Definition der Liebe.