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Mittwoch, 11. Februar 2026

Mephisto

                          Zitat aus 
            Klaus Mann, Mephisto: 

" 'Wo bin ich nur?’ dachte der junge Herr – er kam aus einem der skandinavischen Länder –. ‚Der Ort, an dem ich mich befinde, ist ohne Frage sehr lieblich und verschwenderisch ausgestattet; dabei aber auch etwas grauenhaft. Diese schön geputzten Menschen sind von einer Munterkeit, die nicht gerade vertrauenerweckend wirkt. Sie bewegen sich wie die Marionetten – sonderbar zuckend und eckig. In ihren Augen lauert etwas, ihre Augen haben keinen guten Blick, es gibt in ihnen so viel Angst und so viel Grausamkeit. Bei mir zu Hause schauen die Leute auf eine andere Art – sie schauen freundlicher und freier, bei mir zu Hause. Man lacht auch anders, bei uns droben im Norden. Hier haben die Gelächter etwas Höhnisches und etwas Verzweifeltes; etwas Freches, Provokantes, und dabei etwas Hoffnungsloses, schauerlich Trauriges. So lacht doch niemand, der sich wohl fühlt in seiner Haut. So lachen doch Männer und Frauen nicht, die ein anständiges, vernünftiges Leben führen …’ "


An diesem Text hat sich bis heute wenig geändert. Oberflächlivhr Freundlichkeit verdeckt nur zu oft, die zugrundeliegenden Absichten. Es geht ums liebe Geld, mehr als um das Menschseins. Mein Vater sagte mal, statt um das Maschine des Spiels sei der Mensch wichtiger. 
Da ich aber sehr selten überhaupt wertvolle Bekanntschaften gemacht. So bezog ich mich immer mehr in mein Sein zurückgezogen. Die oft zutage auftretende individuelle Aggression der Personen, die mir zu Schaffen machte, ließ mich so denken. Bestenfalls stieß ich auf eine wurstige Uninteressiertheit, die ich mir selbst zu eigen machte in diesem sogenannten Vaterland, Deutschland genannt.