Freitag, 17. Oktober 2025

Wehr dient?

Das Gespenst "Russland" geistert in den Medien und in den Köpfen unserer Pseudopolitiker herum. 
Wehrtüchtig ist das Wort der Stunde.
Auf irgendeine Weise soll eine Wehrpflicht wieder einmal Wirklichkeit werden.
Es ist alles so lächerlich, ich selbst war ein Opfer einer 15monatigen Wehrpflicht.
Darüber habe ich ausführlich in diesem Blog berichtet (MyLife 1974 und 1975).
Kurz zusammen gefasst, hier kurz: 
1.7.1974 - nach meinem Abitur konnte die Bundeswehr nicht schnell genug meinen Einrufungsbescheid zu stellen. 
( Nach dem der Blick auf meinen Hintern bei der Musterung bestätigte, das ich Klasse 1 für die Bundeswehr bin.)
Ich selbst wollte wenigstens in der Nähe meiner Eltern sein und so verbrachte ich drei Monate in der Kasseler Lüttich-Kaserne bei den Fernmeldern. 
Den Wehrdienst verweigern, das kam wegen meinem Vater nicht in Frage.
Haare ab und zum Kommiss, so lautete seine Meinung.
Die Grundausbildung dauerte drei Monate mit allem drum und dran an Waffen. Das war nicht das Schlimmste, körperlich war ich gar nicht in der Lage, die von Ausbildern verlangte Leistungen zu bringen.  Armkraft mangelte mir und die Schnelligkeit  ebenfalls. Kam ich vom Gelände zurück, dann war ich der jenige, dem das Hemd schon aus der Hose hing. 


Zu sehen auf dem wunderschönen,  colorierten Foto, wo die ganze Truppe völlig verdreckt stand.
Doch es sollte schlimmer kommen. 
Nachdem man erkannt hatte, dass ich zum Offizierslehrgang nicht tauchte, durfte ich den Rest meines Wehrdienst bei den Jägern in der Wittich-Kaserne vebringen.
Auch hier fiel ich schlecht auf. Auch bei einem Fehler auf der Schießbahn in Schwarzenborn hätte fast ein Soldat sein Leben verloren. Beim Sichern meines G3-Gewehrs hatte mich der Ausbilder mich so verrückt gemacht und nicht bemerkt, dass ich beim Sichern einen entscheidenden Handgriff ausgelassen hatte. Danach sollte ich noch einmal den Abzug drücken. Eigentlich normal, aber eine Patrone war noch im Laufe.  Es löste sich ein Schuss, der zum Glück in die Luft ging.
Ein sehr blasser Soldat stolperte in meine Richtung. 
Als Strafe durfte ich die restlichen Tage auf dem Gelände jeden Tag Wache schieben.
Später erfolgte meine Versetzung in den Wäschekeller, um die Wäscheausgabe an die Kameraden zu übernehmen.
Auch hier war der Wachdienst immer auf meinem Plan. Gern auch mit scharfer Munition bei der Bewachung des Munitionslager in Ehlen.
Die eigentlich zu Beginn notwendige Inventur des Bestands im Wäschekeller sparte man sich bis zu meinem Ende des Wehrdienstes auf. Ich bekam eine Rechnung für angeblich fehlendes Material,
da man Verluste festgestellten hatte.

Während meinem Wehrdienst musste ich wegen meiner psychischen Verfassung Tabletten nehmen. Nur so überlebte ich die letzte Kasernenzeit.
Wegen meiner Angstzustände fand ich vor allem nach der Rückkehr in die Kaserne sonntags keinen Schlaf. 
Neben dem häufigen Wehrdienst belasteten mich auch die Kameraden, die
wenig Verständnis für meine Lage auf brachten.

Der Russe kam übrigens nicht. Viel gefährlicher war damals die aktive RAF. 
Bundeswehrstandorte, vor allem Munitionslager, waren ein beliebtes Ziel.

Heute ist die steigende Zahl der Migranten eine Gefahr. Das findet im Staatsfunk nur am Rand Beachtung. Denn nur der Russe ist wieder die Nummer Eins.

Wenn man dann als Rentner noch hört, dass man gefälligst noch ein soziales Jahr ableisten soll, dann schlägt es Dreizehn.
Da frage ich gern den Politiker oder den Bleistiftspitzer in den  öffentlichen Institutionen:
"Haben Sie gedient?" 













Mittwoch, 1. Oktober 2025

1.10.2025

1.10.1925 - 100 Jahre her

Am 1. Oktober 1925 ereignete sich in Österreich der Inkrafttreten der Bundes-Verfassungsnovelle, die eine Reform der Bundesverwaltung, eine einheitliche Finanzpolitik und die Schaffung eines unabhängigen Rechnungshofs umsetzte. In Deutschland markierte dieser Tag den Beginn der Räumung der Kölner Zone durch französische und belgische Truppen sowie den Beginn der Konferenz von Locarno, bei der die Teilnehmerstaaten Sicherheitsfragen in Europa diskutierten. 

Quelle: KI: www.google.com

1.10.1945 - 80 Jahre her

Fraternisierungsverbot aufgehoben
Höchstens Gespräche in der Öffentlichkeit sind erlaubt - Beziehungen zu deutschen Frauen aufzunehmen ist US-Soldaten aber völlig untersagt. Am 1. Oktober 1945 jedoch hebt die Militärverwaltung der amerikanischen Besatzungstruppen in Deutschland das so genannte Fraternisierungsverbot für ihre Soldaten auf.

Quelle: https://www.spiegel.de

1.10.1955 - 70 Jahre her

UNESCO beliefert Esperanto-Museum
Der Generaldirektor der UNESCO Luther Evans, der kürzlich in Wien weilte, hat dem Internationalen Esperanto-Museum in Wien alle Bücher, Broschüren und Zeitungen übermitteln lassen, die sich mit Esperanto beschäftigen. Über die Verwendbarkeit und Verbreitung von Esperanto wurde auf der 8. Generalversammlung der UNESCO in Montevideo verhandelt.

Quelle:  https://presse.wien.gv.at

1.10.1975 - 50 Jahre her

Der US-Amerikaner Muhammad Ali verteidigt in Manila seinen Schwergewichts-Weltmeistertitel im Boxen durch technischen K. o. in der 14. Runde gegen seinen Landsmann Joe Frazier.

Quelle: https://chronik.de










Freitag, 26. September 2025

I


I am there 
no more longer,
interested
by now one
who knew me.
Lifetime
wasted
without
gain
and
knowledge, 
now
every day devices
send me a flow 
of digits 
into my brain,
am I there?
Accumulated 

Sonntag, 14. September 2025

Kommunal ist sehr gut.

Eine schöne Wahlwerbung fällt dieser Tage ins Auge. Allerdings wäre dieses Plaket noch pseudodemokratisch aussagekräftiger, wenn nur das Wesentliche genannt bliebe.

Die rote Farbe ist in Wirklichkeit etwas zu blass. Da helfe ich gern nach.

Freitag, 12. September 2025

Stalingrad

Mit steinernen
Herz erfasst 
schnell der Radfahrer
seine Fahrt
mit Helm ohne Klingel
den Passant.
Oder ohne Helm
und Handy
auf seinem Roller,
chattet so
zu zweit, fliegenden
Haares auch
die Frau ohne Sicht.
Unerzogener
Lauf der Welt
ohne zu gehen.
Migranter
ohne altem Volk.
Stalingrad


Politisch verfasst 
zum Schutze 
grünlinker Denker
gesichert.





Montag, 1. September 2025

1.9.2025

1.9.1925 - 100 Jahre her

Sitzung der Stadtverordnetenversammlung im Bürgersaal des Rathauses: Tagesordnung: Amtseinführung des neuen Städtebauers, Ernst May (1886-1970), Ausbau des Flugplatzes Rebstock zum Zentralflughafen, Änderung der Ortssatzung für die städtischen Berufsschulen.

Quelle: https://www.stadtgeschichte-ffm.de

1.9.1945 - 80 Jahre her

Der britische Militärgouverneur in Deutschland, Feldmarschall Bernard Law Montgomery, erklärt in der britischen Hauptstadt London, es könne nicht garantiert werden, dass die Lebensmittelrationen für die deutsche Bevölkerung von durchschnittlich 1500 Kalorien pro Tag auch tatsächlich zur Verteilung kommen.

Quelle: https://chroniknet.de

1.9.1955 - 70 Jahre her

Die sowjetischen Truppen hielten an diesem Tag eine Abschiedsparade in Amstetten ab, als Teil des Abzugs, der mit der Unterzeichnung des Staatsvertrags am 27. Juli 1955 begann und die österreichische Souveränität wiederherstellte.

Quelle: KI: www.google.com

11 Tage danach hörte das Wochenbett meiner Mutter ohne Befund auf. Ich wurde, wie ein Arzt in ihrem Mutterbuch vermerkte, auch ohne Befund geboren.
Das Ergebnis meiner spontanen Geburt fand  im Burgfeld-Krankenhaus in Kassel statt.
Das passierte vermutlich morgens um 6.30 Uhr am 12.9.1955.

1.9.1975 - 50 Jahre her

In Windhuk beginnt die sog. Turnhallenkonferenz, die eine Verfassung für Namibia ausarbeiten soll.

Quelle: https://chroniknet.de






Donnerstag, 21. August 2025

Wait for

Beim Friseur fragt mich die nette Friseuse, wie ich meine Haare haben will. Die Antwort ist kurz: kurz. Dann fragt sie mich, wann mein letzter Besuch gewesen sei. Meine Haarlänge ist schon länger als das, was bei den Männern heute normal ist. Ich sage: drei Monate. Als sie fertig mit meinem Haarschnitt war: die Haare sind nicht kurz, sondern höchstens ein bisschen kürzer. 
Es ist eigentlich blödsinnig, darauf zu warten, dass eine Friseuse das macht, was du dir vorstellst. Es geht aber durchaus so, wie Politiker das erwarten.
Bei der Kommunalwahl, die demnächst statt findet, hängen überall die Plakate und stehen übegrößen Posterwände herum.
Da freut sich unser Bürgermeister in die Welt mit einem Slogan verziert. Da steht dann, dass er sowie Bürgermeister bleiben wird. Trotzdem wollen auch andere Bürgermeister werden. Einer hat eine neue schicke Brille auf und schaut sehr ernst schlau. Der Weitere meint sowieso, dass seine Stadt lebt, vor allem innen.
Also alles klar, eine kleine Partei hat auch ein anderes Motiv. Nazis töten. 
Das wollen viele in Deutschland. Morden ist politisch durchaus angesehen. Ob real oder symbolisch ist doch egal. Hauptsache der Demokrat steht auf der richtigen Seite.
Wer dem Mainstream verhaftet, queerfreundlich klimawandelnd durchs Leben geistert, der darf auch gern ein bisschen pseudo-affin sein.