"Es gibt Leute, die das Leben der anderen erzählen. Oder das Ihrige. An welchem Ende fangen die denn an? Schließlich schreiben sie irgend etwas zusammen. Sie haben von dem Leben der anderen verstanden, was sie fähig wären, zu verstehen."
Louis Aragon heißt der Mann, der das 1927 schrieb. Das Buch begann mit sehr vielen Albträumen. Der Protagonist des Buches, er nannte seinen Namen nicht, hatte geschäftlich wohl Pech und wurde zur Verwandtschaft nach Ostfrankreich geschickt. Dort in einer kleinen Stadt mit C. langweilte er sich so sehr, dass er in einem Bordell seine Zeit verbrachte. Später wanderte er durch das Land und fand Unterkunft in einem Bauernhof. Im vorletzten Kapital dann beschrieb er später, wie er das Leben dort empfand.
Es geht um Wesentlichen um eine Frau namens Irène. Die braunhaarige Tochter des Hauses, die mit den Landarbeitern des Hofs ein vielseitiges Sexleben führte,
lebte in einer ambivalenten Beziehung zu ihrer lesbischen Mutter. Dem an Syphilis in jungen Jahren erkrankte und gelähmte Vater blieb nur noch eine Zuschauerrolle.
Obwohl der Protagonist nur eine kurze Episode im Leben der Irène
war, sein Eindruck ihrer herrschenhaft
ausgelebten sexuellen Neigungen hinterließ einen großen Eindruck.
Verfasser:
Louis Aragon, geboren als Louis-Marie Andrieux in Paris.
Ein entscheidendes Zitat:
"Aber Irene hört nicht auf diesem Ohr. Sie stößt mit den Lenden, wie man Schreie ausstößt. Sie dreht ihr Becken und ihren Bauch im Kreise herum, sie wölbt sich empor, ihre Schenkel öffnen sich und schmiegen sich nun um das Glied des unbeweglichen Mannes."
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